„Was, wenn …?“ Im Kopf folgt darauf oft zuerst das, wovor du dich fürchtest. Dieses Gedankenexperiment ergänzt eine zweite Möglichkeit – und lässt die Zukunft wieder etwas offener.
Wenn „Was, wenn …?“ nur in eine Richtung führt
Was, wenn das Gespräch schiefgeht? Was, wenn ich einen Fehler mache? Was, wenn etwas passiert, mit dem ich nicht klarkomme?
Solche Gedanken können sich erstaunlich überzeugend anfühlen. Dabei beschreiben sie nicht die Zukunft. Sie beschreiben eine mögliche Zukunft.
Und genau hier setzt dieses Gedankenexperiment an.
Probier eine zweite Frage aus
Nimm einen deiner eigenen „Was, wenn …?“-Gedanken und ergänze ihn mit:
Was könnte ebenfalls passieren?
Du musst dabei nicht sofort an das bestmögliche Ergebnis denken. Überleg einfach, was ausser der befürchteten Entwicklung noch passieren könnte.
Mach es konkret
- Denk an etwas Zukünftiges, das dich gerade beschäftigt.
- Formuliere deinen „Was, wenn …?“-Gedanken.
- Frag dich: „Was könnte ebenfalls passieren?“
- Finde mindestens zwei weitere Möglichkeiten.
- Beobachte, ob sich dein Blick auf die Situation dadurch verändert.
Ein Beispiel
„Was, wenn ich im Gespräch nicht weiss, was ich sagen soll?“
Was könnte ebenfalls passieren?
- Vielleicht entwickelt sich das Gespräch leichter als erwartet.
- Vielleicht darf ich kurz überlegen.
- Vielleicht finde ich die passenden Worte erst im Gespräch.
Keine dieser Möglichkeiten ist eine Vorhersage. Genau das gilt aber auch für die Befürchtung.
Mindshift-Impuls:
Du kennst die Zukunft noch nicht. Deshalb ist das, was du befürchtest, nicht die einzige Möglichkeit.
Probier es mit deinem eigenen „Was, wenn …?“
Im Video kannst du das Gedankenexperiment noch einmal kurz mitmachen.
Passender Videoimpuls
„Was, wenn …?“ Ergänze diesen Gedanken
Eine kleine Zusatzfrage kann helfen, neben der befürchteten Entwicklung auch andere Möglichkeiten wahrzunehmen.
